Mit der Bolívar Especial No.2 kehrt eine geradezu legendäre Cigarre zurück, auf deren Wiederauflage sich viele Kenner außerordentlich freuen. Die „Illustrierte Enzyklopädie der postrevolutionären Havanna-Cigarren“ von Ron Min Nee und Adriano Martínez Rius nennt sie schwärmerisch „eine monumentale Cigarre“ mit Reifepotenzial für Jahrzehnte. Ihre Produktion stellte man wohl in der Mitte der 1970er Jahre ein. Die Auswahl des schlanken Delicado-Formats mit einem Ringmaß von 38 bei 192 mm Länge durch die deutschen Cigarrenliebhaber überraschte dennoch. Fordert der Zeitgeist doch seit Jahren ausschließlich Cigarren mit möglichst großem Ringmaß bei eher geringer Länge. Von einem Comeback der eleganten, schlanken Panetelas zu sprechen wäre sicher verfrüht, aber es scheint in Deutschland offenbar noch oder bereits wieder kenntnisreiche Connaisseure zu geben, die solche Formate zu schätzen und zu rauchen wissen. Sie müssen vergleichsweise langsam geraucht werden um ein Überhitzen zu vermeiden, das die Entfaltung der köstlichen Aromen unrettbar zerstören könnte.
Besonders erfreulich ist, dass diese Cigarren wie in alten Zeiten im Bündel in Aluminiumpapier verpackt sind. Diese Form der Präsentation sieht nicht nur gut aus, sie ermöglicht auch eine exzellente Reifelagerung. Die insgesamt 2.400 individuell nummerierten Kisten fassen jeweils 25 Stück.